Projekt BMW E39 Teil 5: Living with an 523i

Moschos Moschokarfis E39 523i Youngtimer

Wir Auto-Liebhaber wollen von Verbrauchswerten, rationalen Kalkulationen und Vernunfts-Fragen nichts wissen. Schon beim Betrachten des eigenen automobilen Traums, verschwinden Themen dieser Art schnell in den Hintergrund – bis der Kontostand oder die Lebensgefährtin einen wieder zurück in die Realität holt. Mit dem E39 Touring ist es nicht anders. Mein Praxistest der anderen Art.

Living with an E39 523i

Seit August 2016 fahre ich nun meinen 5er und obwohl ich mich schon so an den Wagen gewöhnt habe, ertappe ich mich jedes Mal aufs Neue dabei, wie ich beim Gang zur Garage immer schneller werde und mich richtig freue, die „Big Lady“ ausführen zu dürfen. Dabei kann ich es mir auch nicht verkneifen, sie jedes Mal laut zu begrüßen, als wäre es eine Person.

„Ich möchte gar nicht wissen, was meine Nachbarn von mir denken…“

Moschos Moschokarfis E39 523i Youngtimer
Das Öffnen der Garage verursacht nach wie vor ein wenig Herzklopfen.

Für die meisten muss das ein recht skurriler Anblick sein. Auch eine gewisse Routine hat  sich eingebürgert: Beim Öffnen des Garagentores halte ich einen Moment inne, um den Moment und den Anblick zu genießen. Später beim Anlassen dann, darf das Erwachen des Motors durch keinerlei Musik anderer Art gestört werden, auch die ersten Sekunden bis der Motor seine Drehzahl im Standgas gefunden hat, müssen bewusst genossen werden – unabhängig davon, ob es auf eine Spazierfahrt oder zur Arbeit geht. Für Mitfahrer kann das nervig sein, gehört aber irgendwie dazu.

Zwischen Leidenschaft und Wahnsinn

Mein Vater sagte mir einst, dass jede noch so winzige Kleinigkeit, den Wert hat, den man ihr gibt. Dabei geht es weniger um den materiellen Wert einer Sache, sondern um den Ideellen. Bei Kollegen und Freunden merke ich schnell, dass sehr Wenige diese Leidenschaft nachvollziehen können. Schließlich ist ein Auto ein Fortbewegungsmittel, dass einen von A nach B führt, ein imageträchtiges Prestige-Objekt oder vielleicht auch einfach nur ein Mittel, um anderen zu zeigen, dass man schneller ist. Nicht für mich – ich sehe mehr dahinter, auch wenn das viele für verrückt halten mögen. Von Kind an wollte ich einen BMW Reihensechser fahren, dass es mal ein 5er wird, habe ich kaum zu träumen gewagt. Jedes Mal, wenn ich auf dieses Garagentor zulaufe, erwacht auch dieses kleine Kind in mir und freut sich, wieder spielen zu dürfen. Auch, wenn es auf der Straße niemand merkt, da der E39 noch ein ziemliches Allerweltsauto ist – für mich ist er was ganz besonderes.

Alles hat seinen Preis

Moschos Moschokarfis E39 523i Youngtimer
Im Straßenbild fällt der E39 Touring kaum noch auf.

Allein mit Liebe lässt sich kein Auto unterhalten, selbst für einen 17 Jahre alten 5er BMW muss eine gewisse Summe aufgebracht werden. Bei einem Fahrzeug dieser Kategorie sollte man mindestens das Doppelte (!) des Kaufpreises auf der hohen Kante haben, um den Wagen wieder in einen ausgezeichneten Zustand versetzen zu können. Diesen dann aber auch zu halten, erfordert ebenso seinen Tribut. Dabei gilt immer wieder, dass ein BMW ein BMW ist und ein 5er ein 5er ist. Ersatzteile haben ihren Preis, unabhängig vom Alter des Wagens.

„Günstiger wird die E39-Baureihe nicht mehr!“

Moschos Moschokarfis E39 523i Youngtimer
Selbst für kleinere Reparaturen sollte stets Geld da sein.

Doch der Schein trügt. Wie in den letzten Teilen schon berichtet, kostete mein liebevoll „Big Lady“ genannte BMW in der Anschaffung lediglich 2.000€. Schon bei der Besichtigung des Touring und der Probefahrt war schnell klar, dass das Auto etwas an Geld und Arbeit erfordert, um wieder bedenkenlos damit fahren zu können. Das Budget hatte zwar eine klare Grenze, jedoch war in der Planung noch ausreichend Puffer.

„Ein Narr wer glaubt, ein Auto für wenige Tausend Euro zu kaufen und damit ohne weitere, größere Investitionen mehrere Jahre sorgenfrei fahren zu können.“

Probleme mit dem E39

BMW gilt als zuverlässig und robust, das ist keine Frage. Gerade die Modellreihe E39 hat sich diese Werte mehr als verdient. Schaut man nach Russland, wird der E39 5er als „der letzte echte BMW“ und als „der einzig wahre BMW“ gesehen – mancher mag das belustigend finden, aber es spricht für sich.

Moschos Moschokarfis E39 523i Youngtimer
In Russland gilt der E39 als der letzte echte BMW 5er.

Auch hier in Europa finden sich eine Menge E39, die weit über 500.000 km auf der Uhr haben. Die ersten Kilometer-Millionäre gibt es auch schon. Richtige Schwachstellen hat der Wagen nicht, das wichtigste Kriterium für ein langes Autoleben ist der Pflegezustand. Das größte Problem stellen meistens die Fahrer dar, die mit ihrem dicken BMW lieber rasen statt reisen oder auf entsprechendes warm- und kalt-fahren verzichten. Die im E39 verbauten Aggregate gehören zu den robustesten aus dem Hause BMW, bei entsprechend rüdem Fahrstil, neigen auch diese zu Problemen.

Verfrühtes Feuerwerk

Mit der „Big Lady“ gab es keine Probleme, bis auf eine eisige Nacht im November 2016, als der Wagen während der Fahrt plötzlich anfing zu brennen. Die rechte Waschdüsen-Heizung hatte einen Kurzschluss, wodurch sie sich entzündet hat. Das Problem ist allseits bekannt: Durch die Ermüdung des Kunststoffs entstehen kleine Risse im Material, durch die Feuchtigkeit hineingerät und für einen Kurzschluss sorgt. Da im Schaltkreis jedoch keine Sicherung verbaut ist, entsteht Feuer. Dank meines Feuerlöschers konnte ich weiteren Schäden vorbeugen – dass mein geliebtes Auto komplett in Flammen steht und ich nichts tun kann würde ich wahrscheinlich nicht überleben.

„620 Euro verschenkt!“

Das Ergebnis: 350 Euro für den Einbau der neuen Verkabelung und Reinigung bei BMW direkt und 270 Euro für eine komplette Lackierung der Motorhaube. Insgesamt 620 Euro, die mit dem einfachen Ausstecken der Waschdüsen-Heizung vermieden hätte werden können. Immerhin, Steinschläge und Kratzer auf der Motorhaube gehören nun der Vergangenheit an – der BMW 523i Touring glänzt wieder wie neu. Die anstehende Aufbereitung und Politur im Frühjahr wird diese Arbeit anschließend entsprechend schön zur Geltung bringen. Die neuen Waschdüsen müssen übrigens ohne Heizung auskommen – diese habe ich abgekappt, ein großes Feuerwerk gibt es schon zu Silvester.

Fehlinvestition: Fahrwerk

BMW E39 Supersport Stoßdämpfer mit H&R-Federn Autodrom Magazin
Auch wenn es schön aussieht – die Kombination von H&R-Federn und den Supersport-Dämpfern war ein Reinfall – SACHS sei Dank ist das Problem nun gelöst.

Außer dem Brand wurde ich wurde bei meinem 5er von weiteren Defekten und Problemen Gott sei Dank verschont. Das größte Problem habe ich mir jedoch selbst gemacht: Das falsche Fahrwerk eingebaut!

„Wer billig kauft, kauft zweimal!“

Mein Ziel war ursprünglich eine sportlichere Fahrwerks-Abstimmung, die den moderneren BMWs näher kommt und dem Cruiser etwas mehr Sportlichkeit einhaucht. Zwar wird aus dem Touring kein Sportwagen, aber die BMW-typische Stabilität lässt sich einrichten, ebenso die leichte Keilform mit abgesenkter Front. Optik ist das eine –  aber bei meinen Ansprüchen und Fahrweise ist ein schwammiger Cruiser keine Option.

Der lange Weg zum perfekten Fahrwerk

Meine Wahl fiel bei der Erneuerung des Fahrwerks auf die klassischen H&R-Federn mit einer 40 / 15 mm Tieferlegung. Über H&R kann man nichts Negatives sagen, bei der Wahl der Stoßdämpfer überkam mich jedoch der Geiz und ich bestellte mir kurzerhand ein komplettes Stoßdämpfer-Kit von Supersport für knapp 150 Euro. Beim Auspacken zuhause machten die Teile einen sehr robusten und hochwertigen Eindruck, nach wenigen Tagen kam dann aber die Ernüchterung: Die Stoßdämpfer sind zu weich für die eingebauten H&R-Federn! Das Ergebnis ist zum Verzweifeln, der Wagen fährt sich holprig und unsanft, bei höheren Geschwindigkeiten fängt er an zu schwimmen. Ich hatte meine Mühe, bei 230 km/h auf der Autobahn das Aufschaukeln der Karosserie in den Griff zu bekommen. Beim Abbremsen und Anhalten an der Ampel schaukelte sich der Wagen gerne auf und schwankte noch eine Weile nach, sodass mein Vater schon meinte, ich sollte mir Tabletten gegen Seekrankheit besorgen, damit mir mit meinem alten Auto nicht schlecht wird.

„Das Supersport Dämpfer-Kit für den E39 ist mit anderen Federn bestimmt gut zu gebrauchen – für die harten H&R Federn und meine Performance-Ansprüche jedoch völlig unzureichend.“

SACHS Fahrwerk E39 Youngtimer
Das SACHS Fahrwerk steht bereit!

Nach längerem Überlegen fiel meine Wahl letzten Endes auf Erstausrüster Dämpfer von Sachs. Für die Vorderachse die gekürzte „Advantage“-Version, an der Hinterachse das „Super Touring“-Modell. Durch den Sale bei ATP-Autoteile zahlte ich für das komplette Set inklusive Staubschutz 416,56€ – was angesichts des Originalpreises von Sachs Ersatzteilen ein echtes Schnäppchen war. Bei einem Besuch bei meinem „Mechanical Stig“ in der Gegend, wurden die neuen Dämpfer eingebaut, die Achse neu vermessen und alles neu eingestellt.

Hier die einzelnen Komponenten, die ich ausgesucht und verbaut habe:

Zweite Meinung von Vorteil

Mich selbst würde ich als einen sehr guten Fahrer einschätzen, mein „Popometer“ ist gut justiert und ich habe wirklich ein sehr gutes Gefühl für das Fahrzeug, dass ich gerade fahre. Was mir fehlt ist manchmal der Vergleich: Ich kann (leider) nicht alle BMW dieser Welt fahren und miteinander vergleichen, deshalb habe ich mir einen guten Freund zu Rate gezogen, der täglich die verschiedensten Autos fährt und schon über acht BMW besaß, darunter auch einige E39. Er durfte meinen 5er BMW ausgiebig testen und mir davon berichten. Sein Urteil war kurz und knapp:

„Perfekt! Fahrwerk harmoniert perfekt mit dem Wagen und fühlt sich an wie ein M-Technik Fahrwerk, dass mehr auf Performance eingestellt wurde. Motor läuft super, VANOS klemmt nicht und die Leistungsabgabe ist weit über dem Schnitt der 2,5-Liter Maschinen.“

Sobald im Sommer die entsprechenden Sommerreifen plus Felgen dazukommen, kann der Kurztrip in die Eiffel folgen! Nordschleife 2017 – ich komme!

Kostenübersicht – das kostet der E39 wirklich

Moschos Moschokarfis E39 523i Youngtimer
Sorgenfrei den E39 chauffieren ist nicht selbstverständlich – man muss in der Regel entsprechend Geld reingesteckt haben.

Ich habe nach einer gewissen Zeit bewusst aufgehört, alle Ausgaben für den E39 523i Touring zu notieren. Die Freude und das Glück, dass ich mit dem Auto habe, ist unbezahlbar und ich werde alles dransetzen, dieses Schmuckstück möglichst lange behalten zu können. Für die Verfechter eiskalter Kalkulationen habe ich nun (fast) alle Ausgaben, die ich bislang für das Auto tätigen musste tabellarisch aufgelistet:

Anmeldung 52,00€
Kennzeichen 54,98€
Schlüsselanhänger 10,30€
Reparaturbuch 24,90€
BMW-Embleme 59,90€
Bordmappe 20,90€
7“-Android Radio von X-Trons 320,00€
K&N Sportluftfilter 46,36€
Innenraumfilter (AET) 49,79€
BMW M Schaltknauf (gebraucht) 55,00€
Scheibenwischer vorne 11,30€
Scheibenwischer hinten 7,90€
Sticker 8,24€
Parksensoren hinten (4x) 55,95€
Antennen-Adapter für Autoradio 1,00€
Antennen-Verstärker 5,35€
Philips X-treme Vision Duo H7 22,94€
Supersport Stoßdämpfer-Kit 149,95€
Heckklappen-Griff 58,90€
Deckel für Wischwasser-Behälter 10,90€
Zündkerzen inkl. Einbau 120,00€
Bremsleitungen inkl. Einbau 380,00€
Bremsen vorne inkl. Einbau 190,00€
H&R Sportfedernsatz 181,99€
Einbau der Federn 250,00€
Laderaum-Abdeckung mit Heckrollo 40,00€
Schmutzschutz für Stoßdämpfer 150,00€
Ölwechsel 120,00€
Lackieren und Entrosten 450,00€
BMW Reparatur nach Brand 350,00€
Lackierung Motorhaube 270,00€
Stoßdämpfer VA Sachs “Advantage” 204,29€
Stoßdämpfer HA Sachs “Pro Touring” 174,49€
Staubschutz VA 18,99€
Staubschutz HA 18,79€
Einbau Stoßdämpfer bei „Mechanical Stig“ 200,00€
Summe 4.145,11€

*eventuell wurden Preise etwas auf- oder abgerundet.

Die Gesamtsumme von über 6.000 (den Kaufpreis mal mitgerechnet) Euro ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange – es werden noch einige Ausgaben folgen (müssen). Unter ihnen auch der Kauf von neuen Sommerreifen und im Winter 2017 dann neue Winterreifen. Die Alternative heißt natürlich Winterauto, das wird jedoch erst im Frühjahr entschieden.

DIY nicht immer die beste Lösung

E39 Youngtimer Autodrom Magazin
Damit der Wagen nicht nur gut aussieht, sondern auch gut fährt, sollte hin und wieder ein geschulter Mechaniker drüberschauen.

Viele gehen davon aus, mit etwas Lektüre und etwas googlen, ihr komplettes Fahrzeug Instandsetzen zu können. Die traurige Ernüchterung kommt dann wenn das Auto unterwegs einen Defekt hat oder nicht richtig funktioniert, was im Extremfall sogar zu einem Unfall und Verletzungen führen kann. Generell sollte man als Laie seine Finger von sicherheitsrelevanten Teilen des Fahrzeugs lassen. Reifen, Fahrwerk und Bremsen gehören zu den Teilen, die bei einer Fehlfunktion sogar lebensbedrohlich sein können – deshalb lasse ich auch alle Arbeiten daran von Fachleuten erledigen. Des Weiteren handelt es sich im Falle des BMW E39 523i um einen Wagen, der die 240km/h-Marke schnell erreicht und für meinen Teil fahre ich auch gerne sehr schnell mit meinem Wagen. Dabei muss ich entsprechend auf diese Maschine verlassen können. Ein paar Beispiele:

  • Das Supersport-Fahrwerk wurde beim Einbau falsch justiert, sodass es nicht symmetrisch war. Das destabilisiert den Wagen und macht ihn bei höheren Geschwindigkeiten unberechenbar.
  • E39 5er sind große und schwere Fahrzeuge, die entsprechend an den Bremsen nagen. In gängigen Internet-Foren sind des Öfteren von Problemen mit Bremsen zu lesen, die selbst eingebaut wurden – Rüttler und asymmetrisches Bremsen ist keine Seltenheit.
  • Felgen mit Reifen sollten in der Regel vor dem Anbringen am Fahrzeug auf jeden Fall ausgewuchtet werden, um spätere Unruhen und unnötigen Verschleiß beim Fahren zu vermeiden.

Ich möchte den passionierten Schraubern, die aus Prinzip an ihrem Auto alles alleine erledigen möchten nicht zu nahe treten, ebenso wenig den Leuten, die sich einen Werkstattbesuch nicht leisten können. Trotzdem sollte man bei einem Fahrzeug dieser Art solche Aspekte im Hinterkopf behalten. Die Kosten schmälern kann man an vielen Stellen eines Fahrzeuges, aber an der Sicherheit sollte man auf keinen Fall sparen.

Das Leben mit dem E39 Touring

Moschos Moschokarfis E39 523i Youngtimer
Es bleibt die Frage, ob es sich lohnt, so viel Geld in ein altes Auto zu stecken, dass für die meisten Leute nichts Besonderes ist. Ganz klar: Natürlich lohnt es sich! Während die neuen Autos mit ihren Assistenz-Systemen dem Fahrer immer mehr abzunehmen versuchen und Automatik-Getriebe zum Standard werden, ist das Fahren eines Youngtimers wie den 5er E39 eine Offenbarung. Auf Komfort muss man nicht verzichten, der klangvolle Reihensechser sorgt für eine Laufkultur sondergleichen und der Laderaum macht sogar den Großeinkauf an Möbeln bei IKEA zur Spazierfahrt. Ich fahre regelmäßig viele andere Autos und muss  zugeben, dass mir in meinem BMW kein modernes Feature fehlt, beziehungsweise ich noch nichts entdeckt habe, was ich unbedingt brauche zum Fahren, Reisen und Leben mit meinem BMW Youngtimer.

Wir verabschieden uns vom Fahren

Des Weiteren kommt hinzu, dass wir uns immer mehr vom Fahren an sich verabschieden. Moderne Autos warnen vor zu dichtem Auffahren, bei verlassen einer Spur ohne zu blinken, bei Überschreitung der vorgegebenen Geschwindigkeit und bei Gefahren im Schulterblick-Bereich. Um die Verblödung des Fahrers abzuschließen, schaltet das Getriebe von alleine, ein Lichtsensor schaltet das Licht rechtzeitig ein und der Regensensor macht die Scheibe sauber, wenn zu viele Tropfen die Sicht auf die Straße einschränken. Moment, eigentlich muss man diese doch gar nicht mehr sehen – wenn was Wichtiges oder Gefährliches sein sollte, reagiert der Wagen sowieso von alleine oder klingelt mich aus meinem Schlaf…

„HALLO?!?! Ich will Auto fahren!“

Moschos Moschokarfis E39 523i Youngtimer
Aus Überzeugung: Der E39 bleibt erhalten.

Und deshalb fahre ich aus Überzeugung meinen guten alten 5er BMW. Weil ich Auto fahren will, weil ich spüren möchte was diese Kiste macht und wann sie mit ihrem Hintern wackelt und weil ich selbst wahrnehmen möchte, was um mich rum passiert. Ein Machogehabe oder eine reine Männerdomäne ist das Autofahren schon lange nicht mehr und das ist gut so – mit einem passiven Fahren wie mit den neuesten Systemen, wundert es einem kaum noch, dass die Leidenschaft Auto bei den meisten immer mehr auf der Strecke bleibt.

Und genau aus diesen Gründen möchte der kleine Junge, der sich jedes Mal freut wenn er seine Garage öffnen darf, auch nie erwachsen werden.

 

Über Moschos Moschokarfis 17 Artikel
Aus der Liebe zu Automobilen und der Leidenschaft fürs Schreiben heraus, gründete Moschos Moschokarfis das Autodrom-Magazin. Seine Fachgebiete dabei sind Youngtimer und Oldtimer aller Art, Motorsport, Recht und Gebrauchtwagen. Darüber hinaus, pflegt und verwaltet er die Online-Präsenz des Magazins und lektoriert alle Beiträge auf der Seite. In seiner Freizeit findet man ihn gern im Proberaum seiner Band Moe and the Thunderbolts oder am Steuer seines BMW auf den Landstraßen der schwäbischen Alb. Ist er dann doch mal Zuhause, liest er bei einem heißen Filterkaffee am liebsten seine Lieblings-Zeitschriften Motor Klassik, Youngtimer oder Auto Bild Klassik.

3 Kommentare

  1. Moin,
    ich habe meinen 520i seit etwas über zwei Jahren. Auch ohne Garage freue ich mich, wenn ich morgens auf meinen Dicken zugehe 🙂 Design ist absolut zeitlos!
    War übrigens aus erster Rentnerhand ohne Reparaturstau – o.k., Thermostat musste ersetzt werden und jetzt zum Tüv vorne neue Original- Stoßdämpfer (keine Experimente) und Koppelstangen.
    Gruß aus dem hihen Norden
    Frank

  2. Ich habe nach der 523iA limo(welcher Öl mit Wasser vermischt hat)einen 535i Limo geholt. Mittlerer weile habe ich die 10teur Grenze überschriten. Ende ist noch nicht in Sicht… Eber das fahren macht jeden Tag Spaß…

  3. Genau so ist es!
    Ich fahre nun seit 20 Jahre E39 Touring’s. Angefangen hat es 1997 mit einem 523iAT ab 0km, den ich dann im Dez 2002 nach 5 Jahren mit 140tkm verkauft habe. Alles Bestens, er hat mich nie im Stich gelassen. In Folge dann einen neuen üppig ausgestatteten E39 530dAT mit M-Paket und dezentem AC-Schnitzer Chip Tuning ab Werk (Vertragshändler), 230PS/500Nm. Das derzeitige Diesel-Drehmoment-Monster. Die BAB Reisemaschine schlechthin!
    Der Heizöler ist nun 14 Jahre mit rund 200tkm in meinem Besitz. Alles Super, keine Liegenbleiber, ein sehr dankbares Fahrzeug. Artgerechte Pflege und Wartung natürlich vorausgesetzt. Letzte Jahr bei 190 tkm wurde das M-Fahrwerk komplett revidiert. War natürlich kein Schnapper, aber, er fährt sich seit dem wie am ersten Tag. Ich möchte kein Folgemodell :-).
    Viele Grüße aus Kölle am Ring
    Dirk

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