Klassikwelt Bodensee – Die Messe für Youngtimer- und Oldtimer-Liebhaber

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Auch dieses Jahr lud die Klassikwelt Bodensee zu Besuch ein

Vom 3. bis 5. Juni fand das neunte Mal die Oldtimermesse Klassikwelt Bodensee statt – wir haben die erfolgreiche deutsche Youngtimer- und Oldtimer-Messe besucht.

Leidenschaft Auto bei der Klassikwelt Bodensee

Porsche 911
Der Porsche 911 ist aktuell der gesuchteste Oldtimer Deutschlands.

Die Messebesucher profitierten dabei von der Dreiländer-Lage in Alpennähe, denn hier schien die Sonne und es war mit Abstand das schönste Wetter in der Umgebung. Nur wenige Kilometer weiter gab es Regen. So verwundert es nicht, dass die Stimmung erstklassig war und die Veranstalter, wie der Projektleiter Roland Bosch oder der Messechef Klaus Wellmann, eine positive Bilanz zogen. Insgesamt besuchten 38.700 Menschen die Messe, damit wurde die Besucherzahl des Vorjahres um 200 Personen überstiegen. Die steigenden Besucherzahlen zeigen an, wie gut diese Messe ist. Wer einmal da war, kommt bestimmt wieder und bringt andere mit, um ihnen zu zeigen wie toll es auf dieser Messe ist. Und mal ehrlich, wer kann sich nicht für Autos begeistern, noch dazu echte Klassiker. Mann oder Frau, jung oder alt, fast jeder hat ein Motorrad oder Auto für das er schwärmt und wenn es sich dabei um ein älteres Modell handelt, sind die Chancen gut es auf der Messe zu sehen.

Zehn Messehallen voller Traumwagen

Citroen mit Modell
„Vive la France“ heißt die Sonderausstellung mit französischen Klassikern

Die Besucher konnten in zehn Messehallen historische Fahrzeuge bewundern und selbige in allen Preisklassen kaufen. Sie können also sehr viel Zeit damit verbringen, von Auto zu Auto zu schlendern und vielleicht ein neues Liebhaberstück für die eigene Sammlung zu finden. Rund 800 Aussteller waren mit von der Partie, genau wie Clubs und andere Teilnehmer. Es gab ein reichhaltiges Angebot an Ersatzteilen und fachlichen Informationen, alles rund um die historische Mobilität. Das ist genau die richtige Bühne für Menschen, die ein oder mehrere alte Autos haben oder mit der Leidenschaft anfangen wollen. Roland Bosch sagte:

„Es geht in erster Linie um den Verkauf von Oldtimern und um das entsprechende Szene-Feeling.“

Dazu kamen Hihlights der Messe, wie die Sonderschau zum Thema 100 Jahre BMW oder die „Vive la France“ Sonderausstellung mit 31 wundervollen französischen Klassikern. Im Nebenprogramm wurden die Zuschauer mit Demorennen und Airshows begeistert.

Das findet man auf der Klassikwelt Bodensee 2016

  • Rothaus Halle A1: Oldtimer-Parkarena
  • Halle A3: Mythos Porsche: Porsche Rennsport; 100 Jahre BMW; Flugzeug-Klassiker;
  • Halle A4: Clubwelten;
  • Halle A5: Clubwelten;
  • Halle A6: Vintage Racing-Fahrerlager;
  • Halle B1: Oldtimer-Teilemarkt;
  • Halle B2: Händlerzentrum; VIP-Lounge; Restaurierung; Zubehör;
  • Halle B3: Händlerzentrum; Restaurierung; Zubehör;
  • Halle B4: American-Dream-Cars; Motorräder;
  • Halle B5: Oldtimer Privatverkauf;
  • Foyer West: Riva-Boote; Maybach Ausstellung; Belle Epoque; Art & Cars;
  • Foyer Ost: Sonderschau „Vive la France“ – Fahren wie Gott in Frankreich;
  • Freigelände West: Oldtimer-Parkarena der Württembergischen Versicherung; Nostalgie-Campingplatz; Porsche Diesel; Lebende Werkstatt;
  • Freigelände Ost: Oldtimer-Parkarena der Württembergischen Versicherung;
  • Static Display | Freigelände Süd: ZF-Motodrom (Messerundkurs); Vintage-Demo-Racing; 1/8-Meilen-Sprints; Vorkriegs-Parade;

Welche Oldtimer und Youngtimer haben wir bewundert?

BMW E30 M3
Auch die legendären DTM-Fahrzeuge kann man auf der Klassikwelt bewundern.

Hier wird die Leidenschaft Auto gelebt und das in jeder möglichen Form. Die Fahrzeugmischung ist beeindruckend und es finden sich gleich mehrere Hihlights. Wie man es von einer Messe für Klassiker erwartet, steht hier ein top historisches Fahrzeug neben dem nächsten seltenen Oldi. Natürlich finden sich bekannte Klassiker wie der Mercedes Benz 300SL Flügeltürer, der Klassiker schlechthin Porsche 911 oder der legendäre Roadster BMW 507, aber genauso sehen die Besucher seltene Fahrzeuge, wie einen Lancia Appia, einen Toyata 1000 Kombi, einen Austin 1300 oder einen Cadillac Allante. Auf Messen dieser Art gibt es viele seltene Fahrzeuge, ein Besuch lohnt sich. Wenn Sie noch kein Fans von klassischen Fahrzeugen sind, nach einer solchen Messe ist Ihr Interesse unter Garantie geweckt.

Der Cadillac Allante

Dieser Klassiker ist in Deutschland weitgehend unbekannt, obwohl er einem Modell von Mercedes Benz Konkurrenz machen sollte. Für seine Zeit, war er wirklich gut ausgestattet, allerdings war seine Montage ein wenig umständlich. Dazu kam ein stolzer Preis. So erfüllte er vielleicht nicht die Erwartungen seines Herstellers, ist aber dafür bei Sammlern um so beliebter. Er wurde gebaut, um dem Mercedes R129 das Leben schwer zu machen. Dabei wurde viel Aufwand betrieben, so wurde das Chassis in Detroit montiert, dann wurde alles zum bekannte Karosseriebauunternehmen Pininfarina geflogen. Viele werden bei Pinifarina an Ferrari denken, was richtig ist, gegründet in den 30er Jahren wurden hier viele berühmte Karosserien gebaut, auch für Ferrari. Hier bekam der Allante seine Karosserie. Dann flog er zurück nach Detroit, wo er komplett montiert wurde. Gebaut wurde der Allante von 1987 bis 1993. Zu seiner Zeit war er das teuerste Modell, welches Cadillac angeboten hat. Der Preis lag bei stolzen 130.000 Mark. So ist es nicht verwunderlich, dass nicht mehr als 21.000 Exemplare gebaut wurden. Er konnte mit einem hervorragenden Antrieb punkten. Verbaut wurde der 4,5-Liter-Northstar-V8 mit 204 PS. Er bekam ein aufwendiges, elektronisches Fahrwerk mit SD²C, was für Speed Dependent Damping Control steht und bewirkt, dass die Dämpfung bei 40 und 60 km/h verhärtet und die Servolenkung ist geschwindigkeitsabhängig. Ein solch tolles Exemplar mit nur 95.500 km Laufleistung steht auf der Messe für 14.750,- Euro zum Verkauf.

Die Nebenschauplätze der Messe

Red Bull Bo 105
Rainer Wilke mit seinem Red Bull Bo 105

Egal ob Oldies oder Youngtimer, auch bei den Nebenschauplätzen steht die Leidenschaft Auto ganz weit vorne. Zu den Highlights gehört ein Vintage Racing auf dem ZF-Motodrom, nach Messeschluss gibt es eine Klassikerparade und eine atemberaubende Airshow. Bei der Airshow tritt Rainer Wilke mit seinem Drehflüger der Flying Bulls auf. Rainer Wilke ist der weiße Mann des Hubschrauberkunstfluges. Er ist einer von nur ein paar Piloten, die eine Lizenz für den Kunstflug mit dem Hubschrauber hat. Wilke ist glücklich, wenn er im dreidimensionalen Raum mit seinem Hubschrauber Kunststücke vorführen kann, ist er glücklich. Sie sehen den Hubschrauber in der Ferne und hören seine Motoren. Plötzlich sackt der Heli ab und sie halten den Atem an. Die Show hat begonnen. Heli sogar auf dem Rücken, so wie Sie es nur aus Actionfilmen im Fernsehen kennen. Er überschlägt sich, taumelt und sackt weg. Er natürlich wieder eingefangen dreht ein paar Runden, um dann mit einem Tieflug knapp über der Grasnabe zu beeindrucken. Im ersten Moment ist der Zuschauer geschockt und denkt der Drehflüger ist abgestürzt. Aber Rainer Wilke am Steuer weiß genau was er tut und begeistert sein Publikum weiter mit atemberaubenden Kunststücken, welche die Zuschauer nie vergessen werden. Im Kunstflug scheint der Hubschrauber nicht der Schwerkraft gehorchen zu müssen.

Für jeden etwas dabei

Freigelände West: Toyota Celica GT
Auch seltene JDM-Klassiker wie dieser grüne Toyota Celica GT tummeln sich auf dem Gelände

Ob BMW, Mercedes Benz oder andere historische Rennwagen – auf der Klassikwelt Bodensee sieht man wirklich alles. Dazu gehören natürlich auch Motorräder aller Altersklassen: Sehen sie sich die Piloten an. Ihre Gesichter verraten Ihnen wie viel Freude die Fahrzeugführer haben, während sie die Klassiker bewegen. Bewegt werden die Klassiker bei der Show im Rahmen der Parade und bei Showrennen. Doch denken Sie nicht, dass es bei den Showrennen langweilig zugeht! Auch hier sind Profis am Werk, die zwar vorsichtig vorgehen, weil die klassischen Rennwagen wertvoll sind, aber der Wille zum Sieg ist trotzdem da und so geht es auch bei den Showrennen spannend zu. Bei dieser Messe und dem dazugehörigen Rahmenprogramm werden sie viel erleben und eine tolle Zeit haben. Sie werden gerne zu jeder neuen Messe am schönen Bodensee wieder kommen – Wiederholungstat garantiert!

Über Moschos Moschokarfis 17 Artikel
Aus der Liebe zu Automobilen und der Leidenschaft fürs Schreiben heraus, gründete Moschos Moschokarfis das Autodrom-Magazin. Seine Fachgebiete dabei sind Youngtimer und Oldtimer aller Art, Motorsport, Recht und Gebrauchtwagen. Darüber hinaus, pflegt und verwaltet er die Online-Präsenz des Magazins und lektoriert alle Beiträge auf der Seite. In seiner Freizeit findet man ihn gern im Proberaum seiner Band Moe and the Thunderbolts oder am Steuer seines BMW auf den Landstraßen der schwäbischen Alb. Ist er dann doch mal Zuhause, liest er bei einem heißen Filterkaffee am liebsten seine Lieblings-Zeitschriften Motor Klassik, Youngtimer oder Auto Bild Klassik.

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