Die Helden unserer Kindheit – Wer war euer Rennfahrer-Idol?

Williams Formel 1 Senna
Oft ist es die "alte Formel 1", die für die Prägung unserer Vorbilder und Fahrer-Idole verantwortlich ist.

Erstaunlicherweise kann ich mich noch sehr gut an meine ersten Berührungspunkte mit dem Rennsport erinnern. Zumindest die, die ich mit dem Rennsport oder besser gesagt der Formel 1 im Fernsehen gemacht habe. Meine ersten realen Erfahrungen durfte ich schon viel früher sammeln, schließlich fuhr mein Vater bis Anfang der 1990er-Jahre professionell Autoslalom – aber dass soll hier nicht das Thema sein.

Der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aller Zeiten

Der erste Rennfahrer, dessen Fan ich war, war Michael Schumacher. Damals saß ich gemeinsam mit meinem Vater auf dem Sofa vor dem Fernsehapparat und wir schauten den Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring. Ich kann heute nicht mehr sagen, ob Schuhmacher damals gewonnen hat – ich weiß nichtmal mehr in welchem Jahr das genau war, aber das ist meine erste Erinnerung an den Rennsport und an Michael Schuhmacher. Mein Idol der Kindheit.

Wenn ich mal groß bin…

…möchte ich Rennfahrer werden. Wer war euer Rennfahreridol eurer Kindheit, beziehungsweise eurer Jugend? Fuhr er Formel 1, DTM, Rallye oder Langstreckenrennen? War es der Brasilianer Ayrton Senna, der Österreicher Niki Lauda oder der Argentinier Juan Manuel Fangio. Und fast noch wichtiger: Wie seid ihr auf ihn gekommen?

Formel 1 zu langweilig?

Formel 1 ist euch zu banal? Dann waren eure Idole vielleicht Fahrer aus der Rallyemeisterschaft, wie zum Beispiel Walter Röhrl.

Die folgenden Fahrer sind meiner Meinung nach erstklassige Kandidaten, vielleicht ist euer Idol ja dabei!?
Wenn nicht, würde uns brennend interessieren wer euer Idol war und warum.

Fahrer Rennklasse
Titel Aktiv
Michael Schumacher Formel 1 7 1991 -2006
2010 – 2012
Ayrton Senna Formel 1 3 1984 – 1994
Juan Manuel Fangio Formel 1 5 1950 – 1958
Niki Lauda Formel 1 3 1971 – 1985
Alain Prost Formel 1 4 1980 – 1993
Mika Häkkinen Formel 1 2 1991 – 2001
Sebastian Vettel Formel 1 4 2007 – heute
Walter Röhrl Rallye 2 1973 – 1987
Colin McRae Rallye 1 1987 – 2006
Juha Kankkunen Rallye 4 1979 – 2010
Sébastien Loeb Rallye 9 1999 – 2015
Bernd Schneider DTM 5 1986 – 2008
Hans-Joachim Stuck Langstrecke / DTM 3 1970 – 2011

Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Benjamin Weißer

Über Benjamin Weißer 2 Artikel
Schon zu Kindertagen bewunderte Benjamin die Rennsport-Aktivitäten seines Vaters und entdeckte die Liebe zu alten Autos. Seine ersten Gehversuche in die Oldtimer-Welt startete er mit 18, als er sich eine kaputte Simson Schwalbe kaufte und sie instandsetzte. Der eigene Oldtimer ließ nicht lange auf sich warten - der erste Wagen war ein 1975er Mercedes Benz Strich-Achter. Notgedrungen musste er in der Zwischenzeit auf ein moderneres Auto umsteigen, doch es dauert bestimmt nicht lange, bis man ihn wieder in einem schönen, alten Mercedes oder BMW den Sonnenuntergang entgegenfahren sieht. Benjamin Weißers Fachgebiet im Autodrom-Magazin sind Oldtimer- und Praxis-Tipps.

4 Kommentare

  1. Guten Tag die Herren vom Autodrom!

    Wenn Sie mich fragen gibt es nur einen, der den Titel „Bester Rennfahrer aller Zeiten“ verdient hat: NIKI LAUDA.
    Kein anderer hat so viel Mut und Können auf der Rennstrecke bewiesen, er ist und bleibt ein Vorbild und das nicht nur im Motorsport-Sinn. Wer ihn zu seiner Zeit erleben durfte, weiß wovon ich spreche.

    Servus aus München,

    Reußenberg Franz

  2. Toller Beitrag, Benjamin!

    Ich denke die Mischung macht’s, jeder dieser Weltklasse-Fahrer hat einen ganz besonderen Charme und Eigenschaften, die ihn sowohl sympathisch als auch unsympathisch machen können. Für meinen Teil respektiere ich Michael Schumacher aufs höchste, er ist der erfolgreichste Formel 1 Pilot aller Zeiten und ein Vorbild für viele. Mir ist jedoch eine Szene aus 1994 in Erinnerung gelbieben, in der er seinen Kontrahenden Damon Hill mutwillig von der Fahrbahn stieß, um zu gewinnen. Schon damals (ich war gerade mal 8 oder 9) fand ich diesen Zug unsportlich und ungerecht, was zur Folge hatte, dass ich die folgenden Jahre lieber mit Jacques Villeneuve oder Mika Häkkinen mitfieberte.

    Favoriten habe ich mehrere und das aus unterschiedlichen Gründen. Noch heute begeistert mich die fokussierte Art von Ayrton Senna. Er war der Meinung, er habe ein Gottgegebenes Recht zu gewinnen und hatte dadurch eine seitdem unerreichte mentale Stärke für das Fahren. Des Weiteren hatte Senna die Eigenschaft mit seinen Autos zu sprechen und sich mit ihnen technisch soweit auseinanderzusetzen, wie es nach ihm kaum einer tat.
    Fahrerisch ist mein Favorit Colin McRae. „If in doubt, flat out!“ mag für die meisten recht idiotisch klingen, aus meiner Sicht jedoch ist es der einzige Fahrer, der es schaffte, ein Fahrzeug weit über dessen Limit zu bewegen. Auffallend ist dabei, dass McRae trotz aller Hetze bei der WRC eine gewisse Ruhe in seinen (schnellen) Bewegungen beim Fahren hatte.
    Der Dritte im Bunde meiner Favoriten ist Niki Lauda. Ich bewundere seine rationale Art und seine Einstellung dem Sport gegenüber – ein Grund warum ich ihn auch als Kommentator sehr schätze. Er ist einer der wenigen, die offen und ehrlich genug sind, etwas Scheiße zu finden und das auch öffentlich so bekanntzugeben. Fahrerisch ist Lauda nach wie vor ungeschlagen.

    Müsste ich mich für einen entscheiden, wäre das mit Sicherheit Niki Lauda. Die Art und Weise, wie er in die Formel 1 kam und sein Mut, nach einem fast tödlichen Unfall wieder in seinen Wagen zu steigen und zu fahren (und zu gewinnen!) ist unglaublich und beeinsdruckend. Diese Leidenschaft ist unerreicht! Fast noch mehr bewundere ich die Größe, im richtigen Moment (Japan 1976) nach nur zwei Runden den Wagen abzustellen und auszusteigen, dazu noch ehrlich dazu zu stehen und zu sagen, es sei ihm zu riskant. Lauda gehört zu den wenigen Rennfahrern, die ich in echt treffen wollen würde, sei es um diesem großartigen Mann einmal in die Augen zu schauen und meinen Respekt auszusprechen!

    • Kann ich mit Lauda so unterschreiben. Trotzdem wirkt er teilweise recht arrogant und scheint sich auf seine Erfolge etwas einzubilden.

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